Schnappschuss einer Regenfahrt

So in etwa kann ich das (nicht Neusalza stattfindende) Wochenende zusammenfassen. Auf meiner gestrigen Geocachetour fand ich so manches lauschige Plätzchen (oben z.Bsp. die Quickbornquelle bei Burg/Anhalt), auch wieder mal eine Gedenkstein für einen dahingemeuchelten Jägersmann. Und ein Großsteingrab, das ich bis dahin noch nicht kannte.

Na, wo waren wir heute Mittag?? Das obere Bild zeigt den Blick vom Biergartentisch der Vierradenmühle nach oben zum Waidhaus und zur Peterskirche. Die städtische Biermarke inklusive. Na klar, in Görlitz. Da waren wir ewig nicht. Hat sich wieder gelohnt, die Stadt ist wunderschön, auch wenn Teile davon, vor allem in den Gründerzeitstadtvierteln, in 20 Jahren wohl nicht mehr existieren werden, da jetzt schon alles leersteht. Immerhin ist das historische mittelalterliche Stadtzentrum noch belebt, und heute von Touristen nahezu überschwemmt gewesen. Denn heute gabe es den Schlesischen Tippelmarkt, will heißen Töpfermarkt. Und auch wir stärkten die heimische Töpferwirtschaft mit ein paar kleinen Käufen.




Und jetzt, wo ich dieses Blog schreibe, rauscht draußen der Regen über Pankow bei 16,2 Grad aufm Balkon. Verrückter Sommer!
Endlich Radlwetter, also nix wie raus und eine weniger beschwerliche Route in die Böhmische Schweiz finden. Ist uns auch gelungen. Zwar mussten wir 200 Höhenmeter überwinden, aber es ging immer schön gemächlich abseits der Straße entlang. So entdeckten wir wieder ein paar Orte, die neu für uns waren, wie dieses Forsthaus im Schweizer Stil.








Nachdem ich heute Vormittag in Neusalza fleißig war (Möbel ölen, Rasen mähen, Unkraut jäten) genehmigte ich mir am Nachmittag eine kleine Radrunde. In der "Fuge" gab es einen neuen Geocache (GC2YK7M), der mich zur kleinen Hexe in einer bis dahin unbekannten Felsschlucht führte. Da denkt man, den 2,7 km langen und 400 Meter breiten Streifen Böhmen neben dem Ferienhaus zu kennen, und entdeckt immer noch Neues. Als Anfahrt wählte ich heute mal den direkten Weg über die Grenzstraße Neusalza. Zwar weiß ich, dass das in die Sackgasse führt, aber als Radler kommt man ja meisten auch so über die Grenze. Und richtig, von Neusalza führte ein Streifen, den wohl ein Rasenmäher hinterließ, bis zu dem oben abgebildeten rekonstruierten Wegkreuz. Danach quälte ich mich durch meterhohes Gras, in dem es summte und brummte, bunt daherblühte dass es eine Freude war. Die grenznahen tschechischen Wiesen werden landwirtschaftlich nicht genutzt, bis eine jährliche Mahd. Und so kann sich hier eine Artenvielfalt entwickeln, die jeden Biologen freuen würde.




Endlich bin ich bei der kleinen Hexe angekommen. Könnt Ihr sie sehen? Nach einer kurzen Schluchtenwanderung war sie entdeckt. Und der Geocache auch.
Eine Ausweitung der Radrunde nach Sohland brachte noch zwei weitere Caches. Den Weg zurück wählte ich den offiziellen Radweg (um die Fuge herum). In Neusalza angekommen musste ich mich erst einmal entzecken. Sieben dieser niedlichen Tierchen hatten es sich schon bequem gemacht auf mir. Das größte Exemplar seht Ihr hier:
Nach dem verregneten Samstag gestern waren wir heute wieder mal bei Patenkind Talea und der neuen Schwester Tara. Ich durfte für Tara auch den Einschlafonkel spielen.